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FDP Thüringen

Forschung und Fertigung, Arbeitsplätze in Energiewirtschaft

Forschung und Fertigung in Thüringen stärken - Entwicklung erneuerbarer Energien für heimische Arbeitsplätze nutzen.

Die FDP Thüringen setzt sich dafür ein, dass die Nutzung und Anwendung erneuerbarer Energien genutzt wird, Arbeitsplätze in Forschung und Fertigung zu schaffen.

Beschluss 23. Ordentliche Landesparteitag Bad Langensalza 2010
14.07.2011 Pressestelle

FDP Bundesverband

Kein reproduktives Klonen

Jeder durch ungeschlechtliche Vermehrung erzeugte Nachkomme eines Individuums ist mit diesem genetisch identisch und wird als Klon bezeichnet. Im engeren Sinne versteht man unter einem Klon einen ungeschlechtlichen Nachkommen von höheren Tieren oder Menschen, der künstlich erzeugt worden ist. Die bewusste Erzeugung solcher Nachkommen bezeichnet man als reproduktives Klonen, abgeleitet von dem Verb "klonen". Bekanntes Beispiel hierfür ist das 1996 erzeugte Klonschaf Dolly.
Das reproduktive Klonen eines Menschen verfolgt das Ziel, einen Nachkommen zu schaffen, der mit diesem vollständig genetisch identisch ist. Ganz abgesehen von den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken, widerspricht ein solches Unterfangen der Einmaligkeit und der vom Grundgesetz geschützten Würde eines jeden Menschen. Die FDP plädiert daher aus ethischen Gründen für ein internationales Verbot des reproduktiven Klonens von Menschen.

FDP im Deutschen Bundestag, Stichwort Klonen, Unsere Argumente von A bis Z.
11.04.2008

FDP Bundesverband

Stammzellenforschung und therapeutisches Klonen

Die FDP sieht in der Biotechnologie und insbesondere in der Gentechnik enorme Chancen für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland. Diese ermöglicht nicht nur neue Medikamente und Methoden für die Therapie zahlreicher, oft schwerster Erkrankungen; die Erzeugung hochwertiger landwirtschaftlicher Produkte und den erfolgreichen Kampf gegen den Hunger in der Welt; sondern auch die Entwicklung umweltverträglicher Produktionsprozesse.
Ein sehr Erfolg versprechender Forschungsansatz ist das therapeutische Klonen von embryonalen Stammzellen. Das sind noch gänzlich unspezialisierte Zellen des frühen Embryos, die sich unbegrenzt vermehren lassen, ohne dass man aus ihnen jedoch Nachkommen erzeugen kann. Die Erwartung ist aber, dass man aus ihnen mit Hilfe von Klonierungstechniken Spenderorgane züchten kann, die das Genom des Empfängers tragen und damit nicht durch dessen Immunsystem abgestoßen werden.
Solche Forschungen sind jedoch in Deutschland auf Grund des Stammzellen-Importgesetzes und des Embryonenschutzgesetzes nur sehr eingeschränkt möglich. Darüber hinaus werden deutsche Genforscher kriminalisiert, wenn sie im Ausland unter erheblich liberaleren Bedingungen tätig sind.
Die FDP fordert daher, das Embryonenschutzgesetz zu lockern und die Stichtagsregelung für embryonale Stammzellen aufzuheben, um das therapeutische Klonen im Interesse schwerstkranker Menschen auch in unserem Lande zu ermöglichen und die Kriminalisierung deutscher Forscher im Ausland zu beenden. Künftig soll es erlaubt sein, überzähligen extrakorporal zur künstlichen Herbeiführung einer Schwangerschaft erzeugten menschlichen Embryonen bis zum 8. Tag nach der Kernverschmelzung Stammzellen für Forschungszwecke zu entnehmen. Dazu muss jedoch die Einwilligung beider Keimzellespender vorliegen. Die Erzeugung eines Embryos allein zum Zwecke der Entnahme von Stammzellen lehnt die FDP ab.

FDP im Deutschen Bundestag, Stichwort Biotechnik, Unsere Argumente von A bis Z.
11.04.2008

FDP Bundesverband

Präimplantationsdiagnostik

Für viele ungewollt kinderlose Paare ist oft die In-vitro-Fertilisation die einzige Möglichkeit, ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Die dem Uterus entnommenen und in vitro befruchteten Eizellen könnten vor der Rückverpflanzung in den Uterus auf schwerwiegende genetische Defekte untersucht werden - wenn diese so genannte Präimplantationsdiagnostik (PID) nicht durch das deutsche Embryonenschutzgesetz verboten wäre. Dies ist nicht nur für solche Eltern unzumutbar, bei denen eine hohes Risiko für eine Erbkrankheit vorliegt. Es ist auch rein rechtlich absurd; denn der gleiche Embryo darf legal abgetrieben werden, wenn sich in einem viel späteren Stadium der Schwangerschaft tatsächlich eine schwere Erbschädigung herausstellt. Diese Rechtspraxis ist nicht nur inhuman, sie ist zudem geeignet, das Vertrauen in unser Rechtssystem in Frage zu stellen.
Die FDP fordert daher, die Präimplantationsdiagnostik in medizinisch begründeten Fällen zuzulassen. Sie will andererseits einen Missbrauch dieser Technik verhindern, d. h. hiermit darf nicht der Weg für Designer-Babys geöffnet werden.

FDP im Deutschen Bundestag, Stichwort PID, Unsere Argumente von A bis Z.
11.04.2008

FDP Thüringen

Liberale Forschungspolitik

Wissenschaft und Forschung liefern die Grundlagen für Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft und damit für die Zukunft Thüringens. Wir brauchen freiheitliche ordnungspolitische Rahmenbedingungen, die den Unternehmen mehr Spielraum ermöglichen und der Wissenschaft mehr Eigenverantwortung geben. Derzeit liegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland bei 2,2 Prozent. Die FDP Thüringen setzt sich dafür ein, diesen Anteil bis 2010 auf mindestens 3 Prozent zu erhöhen. Ferner soll Forschung künftig nur noch von einem Forschungs- und Innovationsministerium koordiniert werden.
Dabei ist die besondere Wirtschaftsstruktur in Thüringen zu berücksichtigen. Im Vergleich der innovativsten EU-Regionen ("Europäischer Innovationsindex") liegt Thüringen lediglich an sechster Stelle. Der Anteil von rund 4,6 Beschäftigten im Bereich Forschung und Entwicklung je 1000 Erwerbstätigen ist nur etwa halb so hoch wie in den alten Bundesländern. In der deutschen Wirtschaft findet Forschung und Entwicklung hauptsächlich in der Großindustrie statt. Demgegenüber sind in den neuen Bundesländern 70,5 Prozent aller Beschäftigten im Bereich Forschung und Entwicklung in kleinen und mittelständigen Unternehmen tätig. Ziel der Thüringer FDP ist es, diese Struktur weiter zu fördern und die Vernetzung zwischen Mittelstand und Forschung auszubauen.

Beschluss 20. Landesparteitag FDP Thüringen Gera 2007
01.04.2008 Pressestelle

FDP Thüringen

Wissenstransfer

In Deutschland und in der Welt werden in Zukunft die Regionen eine Spitzenposition einnehmen, die es schaffen, Wirtschaft und Forschung miteinander zu verbinden. Billige Massenfertigung und eine reine Dienstleistungswirtschaft sind für unser rohstoffarmes Land keine Zukunftsperspektiven. Unsere Zukunft liegt in einer wissensbasierten Volkswirtschaft und dem geistigen Potenzial unserer Menschen. Ihr Wille und ihre Kraft zum Fortschritt sind es, auf die wir bauen, und auf die wir uns verlassen müssen. Eine innovative Wirtschaft ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft, darauf müssen wir uns konzentrieren. Dafür sind Forschung und Entwicklung unerlässlich.
Thüringen muss ein moderner Standort in Europa werden, die Verbindung von Wirtschaft und Forschung wird der ausschlaggebende Standortfaktor in dieser Entwicklung sein. Thüringen hat dabei gute Potentiale, aber auch großen Aufholbedarf. Die Zukunft hängt davon ab, wie stark der Freistaat in den Bereichen Bildung, Forschung und Entwicklung sein wird und wie effizient und ertragreich er diese Faktoren mit der Wirtschaft und hier besonders dem hier ansässigen Mittelstand verbinden kann. Auf Billiglohn, unterdurchschnittliche Arbeitsbedingungen oder niedrige Preise kann der Freistaat keine sich selbst tragende Wirtschaft aufbauen.

Beschluss 20. Landesparteitag FDP Thüringen Gera 2007
01.04.2008 Pressestelle

FDP Bundesverband

Grundpositionen

Die Forschung von heute entscheidet darüber, wie wir morgen leben werden: ob wir in unserem Lande Wohlstand für breite Bevölkerungsschichten, einen hohen Stand der Beschäftigung, unsere sozialen Sicherungssysteme und damit letztlich unsere freiheitlich-demokratische Ordnung bewahren können. Vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung im Lande, der weltweiten Verknappung der Energie- und Rohstoffressourcen und einer zunehmenden Konkurrenz vor allem aus dem asiatischen Raum ist Forschungspolitik ein zentrales Feld der Zukunftsgestaltung. Wenn in den letzten sieben Jahren der Anteil des Staates an der Forschungsfinanzierung stetig zurückgegangen ist, so ist das ein Alarmzeichen. Die FDP fordert daher:
• deutliche Erhöhung der staatlichen Mittel für Bildung und Forschung;
• Einführung eines eigenen Wissenschaftstarifvertrags für Wissenschaftler an Hochschulen und anderen staatlichen Wissenschaftseinrichtungen;
• Aufhebung der Vergaberahmens bei der Professorenbesoldung und starrer Altersgrenzen für Wissenschaftler;
• bedeutende Anstrengungen zur besseren Förderung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses;
• Vereinfachung des Zuwanderungsrechtes, um hoch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen;
• Schaffung eines Zukunfts- und Innovationsministeriums, um die Forschungs- und Innovationsaktivitäten zu bündeln und eine langfristige Forschungs- und Innovationsstrategie zu entwickeln;
• stärkere Verzahnung der Forschung von Hochschulen, außeruniversitären Einrichtungen und der Industrie, um unser Know-how schneller in marktfähige Produkte umzusetzen;
• vermehrte politische und bildungspolitische Anstrengungen, um in unserem Lande wieder ein forschungs freundliches Klima zu schaffen;
• gezielte Anstrengungen zur Förderung von Forschungen zu Schlüsseltechnologien wie Biotechnologie, Energietechnik, Informations- und Kommunikationstechnik.

FDP im Deutschen Bundestag, Stichwort Forschungspolitik, Unsere Argumente von A bis Z.
18.01.2007

FDP Thüringen

Forschungsprämie

Thüringen verfügt über eine sehr gute Hochschulstruktur und schafft dadurch national wie international viel beachtete Forschungsergebnisse. Damit diese jedoch ihren gesellschaftlichen Nutzen entfalten, müssen sie markt- und verkaufsfähig gemacht werden. Dazu bedarf es einer intensiven Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
Die FDP regt daher an, bei Vergabe einer Auftragsforschung an eine Hochschule des Landes eine angemessene Forschungsprämie auszuschütten. Sie soll zu praxisnaher Forschung anregen und die eingewobenen Drittmittel ergänzen.

Vgl.: Barth, Uwe, Presseveröffentlichung, Die aktuelle Presseschau/ Teil 1, 23. 1. 2006.
17.01.2007 Pressestelle
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