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FDP Bundesverband

Studium für jeden trotz Studienentgelten

Studienentgelte dürfen nicht dazu führen, dass fähige junge Leute von einem Studium abgehalten werden. Deshalb sind sie für die FDP nur gemeinsam mit einem System von Stipendien und staatlich garantierten Krediten denkbar. Insbesondere muss, unabhängig vom Einkommen der Eltern, gewährleistet sein, dass Studienkredite erst nach Berufseintritt und nach Erreichung eines bestimmten Einkommens zurückgezahlt werden müssen.
Richtig verwendete Studienentgelte kommen auch den Studierenden zugute: Wenn sich durch diese das Studium nur um 6 Monate verkürzt, so kann ein Entgelt von z. B. 500 Euro pro Semester durch den früheren Berufseintritt ganz schnell wieder verdient werden.

FDP im Deutschen Bundestag, Unsere Argumente von A bis Z, Stichwort Studiengebühren.
11.04.2008

FDP Thüringen

Autonomie der Hochschulen

Hochschulen brauchen Autonomie, um miteinander in Wettbewerb treten und ihr
spezifisches Profil ausbilden zu können. Die FDP fordert daher, die Autonomie der Hochschulen im Grundgesetz festzuschreiben. Autonomie bedeutet:
• Selbständigkeit in Finanz-, Personal- und Organisationsentscheidungen;
• Globalhaushalt mit gegenseitiger Deckungsfähigkeit der verschiedenen
• Haushaltstitel;
• Abschaffung der Kapazitätsverordnung;
• Abschaffung der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS);
• Auswahl der Studierenden durch die Hochschulen selbst.

• Auch das neue Thüringer Hochschulgesetz gewährt den Hochschulen keine wirkliche
• Autonomie und soll novelliert werden.

Vgl.: Initiative für mehr Forschungsfreiheit in Deutschland. Beschluss des Präsidiums der FDP vom 14. Jan. 2008.
11.04.2008 Pressestelle

FDP Thüringen

Studienentgelte

Wenn möglichst viele kluge Köpfe studieren, nutzt das der Gesellschaft und fördert den Volkswohlstand. Daher müssen Universitäten staatlich finanziert werden. Andererseits verschafft ein Hochschulstudium bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und überdurchschnittliche Verdienstmöglichkeiten. Deshalb sollen sich Studierende mit angemessenen Studienentgelten an der Finanzierung ihres Studiums beteiligen.
Die FDP fordert, dass die Hochschulen in eigener Verantwortung Studienentgelte erheben können, die der Verbesserung der Lehre zusätzlich zugute kommen und dem Zugriff des Finanzministers entzogen sind. Dies stärkt den Wettbewerb sowohl unter den Hochschulen als auch unter den Studierenden und wirkt dem Missbrauch von Steuermitteln und Vergünstigungen entgegen.

Junge Liberale Thüringen, Antrag Nr. 13, Studiengebühren, 18. Ordentlicher Landesparteitag des FDP Landesverbandes Thüringen, 12. 3. 2005, Apolda/ Pfiffelbach.
11.04.2008 Pressestelle

FDP Thüringen

Lehrerstudium praxisnäher gestalten

Zur Verbesserung der didaktisch-methodischen Ausbildung der Lehramtsstudenten fordert die FDP Thüringen die Einrichtung von Praxistagen ab dem Grundstudium für die einzelnen Schulformen. Diese Praxistage gehen über den Hospitationscharakter hinaus und binden die Studenten in den Schulalltag ein. Neben Gruppen- und Einzelhospitationen werden von den Studenten Lehrproben gehalten, die im Fachseminar vorbereitet und ausgewertet werden und somit von der Universität eine wissenschaftliche Begleitung erfahren. Darüber hinaus werden die Lehramtsstudenten während dieser Praxistag mit den weiteren Feldern der pädagogischen Arbeit an den vertraut gemacht wie z.B. der Klassenleitertätigkeit, der Elterarbeit, außerunterrichtlicher Tätigkeiten etc. Die Betreuung der Studenten übernimmt ein von der Schulleitung beauftragter Lehrer. Die fachwissenschaftliche Begleitung ist Angelegenheit der auszubildenden Universität (Fachbereich Didaktik/ Methodik). Die staatlichen Studienseminare werden abgeschafft, da sie nicht mehr benötigt werden.

Landesfachausschuss Bildung, Hochschule, Kultur und Kunst, Antrag Nr. 12, Mehr Qualität in der Lehrerausbildung, 18. Ordentlicher Landesparteitag des FDP Landesverbandes Thüringen, 12. 3. 2005, Apolda/ Pfiffelbach.
11.04.2008 Pressestelle

FDP Thüringen

Bildungsgutscheine

Die FDP schlägt eine Neuordnung der staatlichen Hochschulfinanzierung nach dem Prinzip "Geld folgt Student" vor. Die Umsetzung sollte über Bildungsgutscheine erfolgen, welche alle diejenigen Jugendlichen erhalten, die studieren wollen und dazu berechtigt sind. Sie lösen diese Gutscheine bei der Hochschule ihrer Wahl ein, der damit ein entsprechender Geldbetrag zufließt. Dadurch wird das Gewicht der Lehre gegenüber der Forschung gestärkt und der Wettbewerb zwischen den Hochschulen befördert. Ein finanzieller Ausgleich zwischen den einzelnen Ländern und dem Bund ist in geeigneter Weise zu organisieren.

Vgl.: www.liberale.de, Suchwort Bildungsgutscheine.
11.04.2008 Pressestelle

FDP Thüringen

Finanzierungsberatung für Studienwillige und Studenten

Mit der im Zuge des Bologna- Prozesses eingeleiteten Umstellung und Straffung der Studiengänge ist das Arbeitspensum der Studierenden nachweislich gestiegen. Jobben ist daher nur noch im begrenzten Umfang möglich. Gleichermaßen wurde in letzter Zeit die Palette der Studienfinanzierungsmöglichkeiten erweitert. Mittlerweile finden sich zahlreiche, auf die Bedürfnisse von Studierenden zugeschnittene, Darlehen und Kredite. Eine Vielzahl an Studierendenstipendien ergänzen die Kreditangebote der Banken. Unterschiedlichste Stiftungen bieten unter bestimmten Voraussetzungen Fördermöglichkeiten für Studentinnen und Studenten an. Dazu kommen die vom Bund geförderten Begabtenförderungswerke.
Viele, die nicht in die Gruppe der BAföG-Anspruchsberechtigten fallen, benötigen dennoch finanzielle Unterstützung, um ein Studium erfolgreich zu Ende führen zu können. Doch gerade dieser Personenkreis sieht sich mit einer Vielzahl sehr unterschiedlicher Finanzierungsmodelle konfrontiert und bedarf - auch angesichts der polemischen Angstrhetorik zur Überschuldung von Studierenden - einer verlässlichen Beratungsinstanz. Allerdings ist hier der normale BAföG-Sachbearbeiter nicht hinreichend ausgebildet, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Der Aufbau einer solchen professionellen Finanzierungsberatung muss von allen beteiligten Akteuren, insbesondere Bund, Ländern, Hochschulen und Studentenwerk, vorangetrieben werden. Es gilt Schülern und Studierwilligen schon im Vorfeld eines möglichen Studiums die Sicherheit zu vermitteln, dass unterschiedlichste Möglichkeiten zur Finanzierung eines Studiums neben dem BAföG existieren und sich diese Investition in die persönliche Zukunft lohnt.

Beschluss Landesvorstand März 2008
01.04.2008 Pressestelle

FDP Thüringen

Einführung eines Stipendiensystems

Die finanziellen Belastungen im Zusammenhang mit dem Studium sind enorm gestiegen. Der monatliche Bedarf einer Hochschulschülerin oder eines Hochschulschülers von rund 770 € lässt sich nach der Umstellung und Straffung der Studiengänge im Zuge des Bologna-Prozesses oft nur durch den "Dreiklang" aus Zuwendungen der Eltern, BAföG-Leistungen und eigener Erwerbstätigkeit decken. Durch das gestiegene Arbeitspensum der Studierenden ist das Jobben jedoch nur noch im begrenzten Umfang möglich, wenn der Studienerfolg nicht gefährdet werden soll. Besorgniserregende 33% aller Studenten jobben über 16 Stunden pro Woche und sind damit einer erheblichen studiengefährdenden Belastung ausgesetzt.
Von der Erhöhung der BAföG-Sätze zum 01. August 2008 kann nur eine vergleichsweise geringe Zahl an Studierenden profitieren. Gerade einmal jeder zehnte Studierende in Deutschland erhält die Vollförderung per BAföG. Insgesamt werden nur knapp 25% aller Studierenden durch BAföG unterstützt.
Deswegen setzen sich die Thüringer Liberalen für die Entwicklung einer neuen Stipendienkultur auf international üblichem Niveau ein. Dazu ist der Aufbau eines leistungsfördernden Stipendiensystem unverzichtbarer. Derzeit werden lediglich nur rund 2 % der Studierenden durch ein Stipendium gefördert. Es muss dringend angestrebt werden, den Anteil der Studierenden, die ein Stipendium erhalten, schrittweise auf 10 % zu erhöhen. In Ergänzung zum BAföG-System, das auf sozialen Kriterien basiert, sollen Stipendien unabhängig vom Einkommen der Eltern unbürokratisch und ausschließlich nach Begabung und Leistung vergeben werden. Bereits ein monatliches Stipendium von etwa 300 € könnte einen wichtigen Beitrag zur Studienfinanzierung für besonders begabte Studierende leisten.

FDP Thüringen

Grundsätze der Hochschulpolitik

Unsere Hochschulen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftssicherung, indem sie die Wissenschaftlergeneration von morgen heranbilden und ständig einen erheblichen Anteil an neuen Forschungsergebnissen erarbeiten. Die Stärkung ihrer Leistungsfähigkeit, die nach wie vor durch chronische Unterfinanzierung, bürokratische Gängelung und ideologische Vorbehalte geschwächt wird, ist daher eine vordringliche politische Aufgabe. Hierzu fordert die FDP:
• wesentliche Aufstockung der Finanzmittel für die Hochschulen bei langfristiger finanzieller Planungssicherheit;
• freier Wettbewerb zwischen den Hochschulen ohne zentralistische Festlegung von Eliteuniversitäten;
• Abschaffung der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) und das Recht der Hochschulen auf Auswahl ihrer Studierenden;
• Abschaffung der Kapazitätsverordnung (KapVO) und Ausbau von
• Studienkapazitäten entsprechend der Nachfrage;
• Autonomie der Hochschulen in Finanz-, Personal- und Organisationsentscheidungen;
• einen eigenen Wissenschaftstarifvertrag für Wissenschaftler an Hochschulen und anderen staatlichen Wissenschaftseinrichtungen;
• stärkere Verzahnung der Forschung von Hochschulen, außeruniversitären Forschungsinstituten und der Industrie.
Für die nahe Zukunft sind flexible Maßnahmen des Bundes und des Länder über den Hochschulpakt 2020 hinaus notwendig, um den zu erwartenden Studentenberg zu
bewältigen. Darüber hinaus bedarf es eines Hochschulpaktes II für einen Akademisierungsschub insbesondere in den Natur- und Ingenieurwissenschaften.
In Thüringen muss die Förderung der Hochschulen und ihre Entlassung in die Autonomie eine vordringliche politische Aufgabe sein.

Vgl.: Initiative für mehr Forschungsfreiheit in Deutschland. Beschluss des Präsidiums der FDP vom 14. Jan. 2008. - Vgl.: Antrag Nr. 15 des KV Weimar an den 20. Ordentlichen Landesparteitag der FDP Thüringen, 21. April 2007, Gera.
16.01.2007 Pressestelle
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