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FDP Thüringen

Attraktivitätssteigerung der Ausbildung von Allgemeinmedizinern

Die FDP Thüringen tritt ein für:

  • eine Vergütung des Praktischen Jahres, um potentiellen Allgemeinmedizinern einen Anreiz zu geben, in Thüringen zu bleiben
  • den Abbau der Verwaltungstätigkeit von Ärzten, Reduzierung auf den Kernbereich einer medizinischen und patientengerechten Behandlung
  • eine bessere Bezahlung
  • die Senkung der realen Arbeitszeiten
  • die Verbesserung der Ausbildungssituation an den Lehrkrankenhäusern: fachgerechte Aufzeichnung der Tätigkeitsinhalte von Rotanden, um ein Ausnutzen als "Lückenbüßer" zu unterbinden
  • die Stärkung des Status‘ des Allgemeinmediziners: bessere Anerkennung durch die jeweiligen Fachabteilungen und der Krankenhäuser allgemein

Viele Studenten und Ärzte entscheiden sich gegen eine Tätigkeit im allgemeinmedizinischen Bereich, bevorzugen eher andere Fachrichtungen bzw. den Verwaltungs- und Forschungsbereich. Ein Mangel an Allgemeinmedizinern, eine Überalterung noch praktizierender Ärzte und letztlich ernste Versorgungslücken sind abzusehende Entwicklungen. Ziel unserer Politik ist es, die Attraktivität dieser Fachrichtung hinsichtlich Ausbildungsqualität und Bezahlung zu erhöhen. Wieder mehr Studenten sollen sich für die Allgemeinmedizin entscheiden. Für Krankenhäuser muß es attraktiv und lohnenswert sein, Allgemeinmediziner auszubilden.

Vgl.: Landesfachausschuss Gesundheit, Soziales, Gleichstellung und Familie, Antrag Nr. 20, Ausbildung und Vergütung von Allgemeinärzten, Außerordentlicher Landesparteitag der FDP Thüringen, 23. 4. 2006, Bleicherode.
16.01.2007 Pressestelle

FDP Thüringen

Status und Aufgabenfeld

Die FDP Thüringen fordert:

  • mehr Eigenverantwortung und Selbstbestimmung für Ärzte
  • effizienter Einsatz der vorhandenen Mittel im Gesundheitswesen
  • keine Zwangsmitgliedschaft in KV und KZV
  • Wirtschaftlichkeit und Transparenz bei ambulant tätigen Ärzten hinsichtlich der Behandlungsentgelte
  • keine Budgetisierung: Ärzte dürfen nicht bestraft werden, wenn sie zu viele Patienten behandeln
  • Abbau der Verwaltungstätigkeit von Ärzten, Reduzierung auf den Kernbereich der medizinischen und patientengerechten Behandlung
  • Abschaffung der Praxisgebühr

Ein Arzt ist Helfer in außergewöhnlichen Situationen aber auch gleichzeitig ein Unternehmer mit Rechten und Pflichten. Es ist Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen so auszugestalten, daß er beiden Aspekten seines Berufes nachkommen kann.

Vgl.: Schwenk, Lulita, Presseveröffentlichung, Lulita und die Gesundheit, 20. 2. 2002
Vgl.: Weber, Volker, Presseveröffentlichung, Gesundheit muß bezahlbar bleiben, 8. 7. 2002
Vgl.: Schwenk, Lulita, Presseveröffentlichung, Der über „Sozialschwache“ herzog, 8. 10. 2003.
Vgl.: Guttmacher, Dr. Karlheinz, Presseveröffentlichung, Gesundheitspolitik zu neuen Ufern, 11. 12. 2003.
Vgl.: Schwenk, Lulita, Presseveröffentlichung, Praxisgebühr sofort abschaffen, 20. 1. 2004.
Vgl.: Landesfachausschuss Gesundheit, Soziales, Gleichstellung und Familie, Antrag Nr. 20, Ausbildung und Vergütung von Allgemeinärzten, Außerordentlicher Landesparteitag der FDP Thüringen, 23. 4. 2006, Bleicherode.

16.01.2007 Pressestelle

FDP Thüringen

Situation niedergelassener Ärzte verbessern

Die FDP Thüringen setzt sich ein für:

  • die Angleichung der Krankenkassenvergütung pro Versicherten im ambulanten medizinischen Bereich Ost an West
  • die Abschaffung der Desease Management Programme (DMP) aufgrund mangelnder Effizienz
  • eine Abänderung der Investitions- und Kostenregelungen für die Software bei der Einführung und Unterhaltung der elektronischen Patientenchipkarten
  • die Abschaffung der Zertifizierung nach ISO 9000, da diese für die Größenordnung einer durchschnittlichen Arztpraxis überdimensioniert ist
  • die Abschaffung der Altersgrenze praktizierender Ärzte, keine automatische Rückgabe der Kassenzulassung mit 68 Jahren.

Seit Jahren sinkt stetig die Zahl der Niederlassung von Berufseinsteigern. Mediziner, die aus Altersgründen in den Ruhestand gehen, finden kaum interessierte Nachfolger. Zudem schrumpft der Anteil ambulanter Leistungen - Leistungen, für die niedergelassene Ärzte bezahlt werden, während der Anteil der stationären Behandlung im Krankenhaus steigt. Die Arbeitsbedingungen niedergelassener Ärzte müssen daher verbessert werden, um diesen Bereich sowohl für Neueinsteiger als auch für bereits praktizierende Ärzte wieder attraktiv und lohnenswert zu gestalten. Ohne entsprechende Maßnahmen ist eine flächendeckende und hochwertige ärztliche Versorgung in Zukunft nicht mehr gegeben.

Vgl.: Landesfachausschuss Gesundheit, Soziales, Gleichstellung und Familie, Antrag Nr. 21, Verbesserung der finanziellen Situation niedergelassener Ärzte, Außerordentlicher Landesparteitag der FDP Thüringen, 23. 4. 2006.
16.01.2007 Pressestelle
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