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Alternative Begriffe: Bildungspolitik 
Hier finden Sie Beschlüsse und Positionen der Liberalen rund um das Thema Bildung

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FDP Thüringen

Bildung stärken - Ausfall senken

Die Landesregierung wird aufgefordert, unverzüglich der Öffentlichkeit ein tragfähiges Konzept zur Senkung der Ausfallstunden an den Thüringer Schulen vorzulegen, das insbesondere die fachgleiche Vertretung sicherstellt und zugleich der Nachwuchssicherung in der Thüringer Lehrerschaft dient und Verlässlichkeit vor ideologische Experimente stellt.

Beschluss Landesparteitag 2012 Saalfeld
11.03.2013

FDP Thüringen

Bedarfsgerechte Bildung für Kinder statt Inklusion mit der Brechstange

Die FDP Thüringen spricht sich entschieden für die Beibehaltung und Entwicklung einer bedarfsgerechten Bildung für Kinder aus, anstatt Inklusion "mit der Brechstange" zu Lasten bestehender und bewährter Fördereinrichtungen durchzusetzen. Die Mehrzahl der bestehenden Förderschulen und entsprechenden Einrichtungen bietet den bedürftigen Heranwachsenden ein hohes Maß an individueller Förderung und ein maßgeschneidertes Bildungsniveau, das durch einen breiten Aufbau der Inklusion so im Einzelfall nicht erreicht werden kann.

Beschluss 26. Ordentlicher Landesparteitag 02.03.2013 in Weimar
05.03.2013

FDP Thüringen

Eigenverantwortliche Schule

Die FDP-Fraktion im Thüringer Landtag wird aufgefordert, auf geeignetem parlamentari-schem Weg die Eigenverantwortlichkeit von Schule zu stärken.

Beschluss Landesparteitag Saalfeld 2012
30.11.2012

FDP Thüringen

Leistungsorientierte Schule

Die FDP Thüringen bekennt sich zum gegliederten Schulsystem und zu seiner Leistung betonenden Orientierung auf den jeweils zu erreichenden Abschluss. Bildungspolitische Entwicklungen wie die Einführung der Gemeinschaftsschule lehnen wir ab, wo durch sie die bestehende Schullandschaft nicht ergänzt, sondern überwunden werden soll. Die mit dieser Schulform assoziierten Vorzüge sind auch im etablierten Schulsystem erreichbar, auf dessen optimale Durchlässigkeit in beide Richtungen wir weiter hinwirken werden.

Beschluss Landesparteitag Saalfeld 2012
29.11.2012

FDP Thüringen

Förderzentren

Die FDP Thüringen sieht in den Förderzentren einen nach wie vor unverzichtbaren Bestandteil der Thüringer Schullandschaft und spricht sich klar gegen deren Abschaffung aus. Auf eine abnehmende Nachfrage sollen die Schulträger ggf. mit einer behutsamen Anpassung der Kapazitäten reagieren.

Beschluss Landesparteitag 2012 Saalfeld
29.11.2012

FDP Thüringen

Erhalt des leistungsorientierten und begabungsgerechten Schulsystems

Die Thüringer FDP steht zu einem begabungsgerechten und leistungsorientierten Schulsystem. Sie setzt sich deshalb für den Erhalt des bewährten und von der Landesverfassung geschützten gegliederten Schulsystems in Thüringen ein.
Die Gemeinschaftsschule ist für die Liberalen eindeutig nicht Teil dieses gegliederten Schulsystems. Dies entspricht auch nicht ihrem Selbstverständnis. Vielmehr ist sie als "andere Schulart" im Sinne des Artikels 24 Absatz 1 der Landesverfassung anzusehen. Die Gemeinschaftsschule kann deshalb auch keine Grundschulen, Regelschulen oder Gymnasien ersetzen.
Die bestehenden Gemeinschaftsschulen müssen erst ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen, bevor weitere eingeführt werden. Die kommunalen Träger sollen deshalb insbesondere in solchen Gebiete keine Schulen mehr in Gemeinschaftsschulen umwandeln, in denen eine Schulart des gegliederten Schulsystems nicht mehr oder nur noch unter unzumutbaren Bedingungen zu besuchen wäre. Die Landesregierung hat die Pflicht, in solchen Fällen die entsprechende Genehmigung zur Schulnetzplanung oder die Umwandlung versagen.
Zur Sicherung des Schulerfolgs der Jugendlichen und eines guten Starts in das Berufsleben besteht die FDP in Thüringen auf den Erhalt und die Stärkung des Leistungsgedankens im Thüringer Schulwesen. Dazu müssen auch zukünftig Anstrengung und Leistung belohnt werden. Die verschiedenen Schulformen des gegliederten Schulsystems bieten die besten Voraussetzung, jeden einzelnen Schüler seiner Begabung entsprechend zu fördern und zu fordern. Experimente mit dem Verzicht auf Versetzungsentscheidungen oder die Benotung durch Zensuren sollen deshalb auf die Gemeinschaftsschulen und Schulen in freier Trägerschaft beschränkt bleiben. Ob Noten mit mündlichen Bewertungen ergänzt werden, soll der Entscheidung jeder einzelnen Schule überlassen bleiben.

Beschluss Landesparteitag 2012 Saalfeld
29.11.2012

FDP Thüringen

Schulordnung, neue

Der FDP Landesverband Thüringen lehnt die vom Minister für Bildung, Wissenschaft und Kunst vorgestellte Schulordnung ab.






Beschluss Landesparteitag 9. Aptril 2011
13.07.2011 Pressestelle

FDP Thüringen

Floatingvereinbarung für Thüringer Lehrer

Gerechtigkeit am Arbeitsplatz ist die Grundlage für Qualität am Arbeitsplatz, daher müssen die nicht mehr zeitgemäßen Floatingvereinbarungen für Thüringer Lehrer umgehend geprüft und modifiziert werden. Die derzeitige Ungleichbehandlung der Thüringer Pädagogen ist ein schlechter Ausgangspunkt für den Start in das neue Schuljahr, und muss deshalb umgehend beseitigt werden. Das Engagement der Lehrer einen qualitativ hochwertigen Unterricht zu bieten, muss durch eine entsprechende Behandlung seitens des Arbeitgebers gewürdigt werden.

Beschluss vom Landesparteitag am 13.09.2008 in Zeulenroda
03.02.2009

FDP Thüringen

Grundsätzliche Positionen zur Ganztagsschule

Die Thüringer FDP vertritt die Auffassung, dass Ganztagsschulen (GTS) eine mögliche Variante von Schulorganisationsformen in einem vielseitig gestaltetem System darstellen. Deshalb muss ein"Netz" von GTS geschaffen werden, das Schülern gemeinsam mit ihren Eltern entsprechende Auswahlmöglichkeiten bietet.

GTS müssen in das Gesamtkonzept der jeweiligen Schule eingebunden werden. Dies erfordert mehr Eigenverantwortlichkeit und Kompetenz der Schulleitungen und des Lehrkörpers sowie die Erweiterung der gestalterischen Freiräume.

Das Ziel der GTS besteht darin die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken (vornehmlich Sozial - und Selbstkompetenz) und deren Leistungsvermögen und Leistungsfähigkeit zu verbessern. Daneben stellt die GTS als kontrollierter und betreuter Aufenthaltsbereich für Schulkinder (vor allem von berufstätigen Eltern) einen persönlichkeitsfördernden Lebensbereich dar. Sowohl die Förderung von leistungsschwachen Schülerinnen und Schülern als auch die Förderung von Begabungen müssen Bestandteil des Schulkonzeptes sein. GTS, die ausschließlich die "Aufbewahrung" der Schulkinder zum Ziel haben und deshalb möglicherweise den Unterricht zeitlich über den ganzen Tag "strecken", sind abzulehnen.

Die Thüringer FDP fordert von der Landesregierung bei der Einrichtung von GTS die materiellen und personellen Voraussetzungen zu schaffen.

LFA I, Thema: Ganztagsschulen – Bearbeitet und beschlossen am 21. Januar 2009 – als Antrag für den nächsten Parteitag vorgesehen
02.02.2009

FDP Thüringen

Bildungspolitische Kernaussagen der Thüringer FDP

Im Mittelpunkt aller Überlegungen und Aktivitäten der Thüringer FDP im Bereich der Bildungspolitik stehen das Kind, der Jugendliche und auch der Erwachsene.

Durch ein gut konzipiertes und organisiertes Bildungssystem wird ein individuell angepasstes optimales Bildungsergebnis für jeden Einzelnen ermöglicht.

Die Thüringer FDP fordert ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit sowie ausreichend Freiräume für die mit den Bildungsprozessen Beschäftigten. Diese Forderung trifft auf den gesamten Bildungssektor zu, von der frühkindlichen Bildung über die Schulbildung und die berufliche Bildung sowie die Ausbildung an den Fachhochschulen und Hochschulen bis hin zu Erwachsenenqualifizierung. Dadurch wird nicht nur eine hohe Qualität der Ergebnisse erzielt, sondern werden auch Flexibilität, Kreativität und Anpassungsfähigkeit garantiert.

Daneben vertritt die Thüringer FDP die Auffassung, dass ein fairer Wettbewerb zwischen vergleichbaren Bildungseinrichtungen entwickelt werden muss, um Qualität zu sichern und ständige Weiterentwicklung zu erreichen. Die Aufgabe der Landesregierung besteht deshalb darin die Wettbewerbsbedingungen entsprechend zu gestalten und mit geeigneten Verfahren die erzielten Ergebnisse zu überprüfen bzw. notwendige Hilfestellung zu leisten.

Die Thüringer FDP strebt ein Bildungssystem an, das auf allen Ebenen vielseitig und flexibel ist und mit dem durch Nutzung der Ressourcen best mögliche Ergebnisse erzielt werden.
Die Thüringer FDP unterstützt die These vom "Lebenslangen Lernen"! Dabei muss mehr als bisher der frühkindlichen Bildung Bedeutung beigemessen werden und die Bildungskette so konzipiert werden, dass die Übergänge in den einzelnen Phasen nahtlos vollzogen werden können.

Die Thüringer FDP setzt sich dafür ein, dass die Festlegung von bundesweit gültigen Bildungsstandards in den Kernfächern forciert wird und somit sowohl Schulabschlüsse als auch Lerninhalte vergleichbar werden und kein Hindernis für einen Wohnortwechsel innerhalb der Bundesrepublik darstellen.


LFA I, Bearbeitet und beschlossen am 21. Januar 2009
02.02.2009

FDP Thüringen

Mehr Wettbewerb zwischen den Allgemeinbildenden Schulen

Die Thüringer FDP setzt sich dafür ein, den Wettbewerb zwischen den Allgemeinbildenden Schulen zu forcieren und die schulischen Bedingungen zu verbessern, um eine deutliche Steigerung des Bildungsniveaus der Schulabgänger zu erzielen.
Die schulischen Bildungsgänge müssen so gestaltet werden, dass jede Schülerin und jeder Schüler eine optimale Förderung erhält, die, bei Beachtung der jeweiligen Anlagen, Neigungen, der vorhandenen Begabungen sowie der kognitiven Möglichkeiten, das Erreichen bester individueller Ergebnisse zum Ziel hat.
Um dies zu realisieren, bedarf es nach Auffassung der Thüringer FDP einer Veränderung der Thüringer Bildungspolitik in folgenden Positionen:
Intensivierung des Wettbewerbs
Der Wettbewerb zwischen den Schulen der einzelnen Schulformen ist ein wichtiger Bestandteil der Schulentwicklung. Voraussetzung dafür ist, dass neben der Erhaltung der verschiedenen Schulformen (Staatliche Schulen und Schulen in freier Trägerschaft) die Bedingungen an den Schulen so gestaltet werden, dass bei gleichen Ausgangssituationen ein fairer Wettbewerb möglich wird
Stärkung der Autonomie und Eigenverantwortlichkeit der Schulen
Das Ziel der schulischen Ausbildung besteht darin, den Schülerinnen und Schülern Bildungsstandards zu vermitteln, die ihnen einen problemlosen Übergang in eine berufliche Entwicklung oder ein Studium ermöglichen. Der Weg zum Erreichen dieses Ziels sollte aber weitestgehend den Schulleitungen, Fachschaften und Lehrern der jeweiligen Schulen überlassen werden.
Dies bezieht sich auf den Einsatz der notwendigen Mittel, sowohl in sächlicher Hinsicht (Budgetierung), als auch im Hinblick auf die Verwendung personeller Ressourcen.
Auflösung der Schuleinzugsbereiche der Regelschulen ( bereits Beschlusslage der Thüringer FDP)
Diese Maßnahme wird den Wettbewerb der Regelschulen untereinander intensivieren und dem Elternwillen besser entsprechen.
Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern die Möglichkeit sich nach der Grundschule eine Regelschule auszusuchen, deren Profil ihren persönlichen Neigungen und Interessen entspricht.

LFA I, März 2008
11.04.2008 Pressestelle

FDP Thüringen

Verbesserte Förderung von Schülerinnen und Schülern

Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler ist zu verbessern. Dies bezieht sich sowohl auf die Förderung begabter, als auch auf die Förderung leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler. Dabei kommt es darauf an, die Stärken und Schwächen des Einzelnen zu erkennen und in eine Planung des individuellen Bildungskonzeptes einzubeziehen. Dazu müssen die Schulen in materieller, aber auch in personeller Hinsicht in die Lage versetzt werden. Deshalb sind u.a. die Qualifikation der Lehrer und Erzieher durch entsprechende Fortbildungsmaßnahmen, aber auch die Personalschlüssel zu verbessern. Die hierzu notwendigen Mittel müssen durch eine entsprechende Aufstockung der Landesmittel für den Bildungssektor bereit gestellt werden.

LFA I, März 2008
11.04.2008 Pressestelle

FDP Thüringen

Das Ansehen der Regelschulen muss gestärkt werden

Durch eine Umsetzung der bisher geforderten Maßnahmen (siehe oben) ist eine deutliche Qualitätssteigerung der Regelschulausbildung zu erwarten. Es muss verdeutlicht werden, dass ein mittlerer Schulabschluss die Basis für eine breit gefächerte berufliche Ausbildung darstellt. Weiterhin ist zu verdeutlichen, dass nach einem erfolgreichen Abschluss an der Regelschule auch für "Spätentwickler" durch eine Vielfalt von weiterführenden Bildungsangeboten der Zugang zu einer Fachhochschule oder Hochschule erworben werden kann.

LFA I, März 2008
11.04.2008 Pressestelle

FDP Thüringen

Weiterbildung

In wichtigen Bildungsbereichen ist Deutschland zurückgefallen bzw. nimmt nicht den Platz ein, der für eine nachhaltige Sicherung des wirtschaftlichen Wohlstandes erforderlich wäre. Dies betrifft besonders den Bereich der Weiterbildung, obwohl die Bedeutung von Fortbildung innerhalb des Bildungswesens ständig wächst. Einerseits hat sich durch die Erweiterung der Europäischen Union, die voranschreitende Öffnung der Weltmärkte und die global zugänglichen Informationsnetze die internationale Wettbewerbssituation dramatisch verschärft. Andererseits wird der Stellenwert der Weiterbildung massiv aufgewertet, da sich der Anteil jüngerer Fachkräfte dramatisch zu Gunsten älterer verschiebt. Die finanzielle Situation der Weiterbildungsträger in Deutschland hat sich in den letzten Jahren außerordentlich kritisch entwickelt. Die schnelle Entwicklung neuer Finanzierungsinstrumente wie z.B. Bildungssparen, gesetzlich abgesicherte Lernzeitkonten im Rahmen von Tarifvereinbarungen oder durch freiwillige Zusatzversicherungen ausgegebene Bildungsgutscheine sind daher überfällig. Über die Möglichkeiten, berufliche Weiterbildung auch durch einen sozial verträglichen Eigenanteil an den Kosten und nachlaufend zu tilgende Bildungsdarlehen mitzufinanzieren, muss ebenfalls nachgedacht werden.
Kontinuierliche Erwachsenenbildung ist zur Absicherung der Funktionsfähigkeit der freiheitlichen demokratischen Gesellschaft aber nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch im Hinblick auf die Möglichkeiten demokratischer Teilhabe nötig. Somit geht es nicht nur um die berufsbegleitende Weiterbildung oder zusätzliche bzw. nachgeholte Ausbildungen, sondern auch um allgemeine und politische Bildung.

Beschluss Landesvorstand März 2008
01.04.2008 Pressestelle

FDP Bundesverband

Frühkindliche Bildung

Bildung ist das zentrale Bürgerrecht, das die Lebenschancen von jungen Menschen und die Zukunftschancen unseres Landes bestimmt. Schlechte PISA-Ergebnisse, ein katastrophaler baulicher Zustand vieler Schulen und Hochschulen, mangelnde Ausbildungsreife von 20-25 Prozent eines Jahrganges und ca. 80.000 Jugendliche ohne Schulabschluss pro Jahr sind Alarmzeichen. Unsere Kindergärten, Schulen und Hochschulen sind durch Bürokratie und Vorschriften gefesselt. Die FDP will für alle Einrichtungen eine hohe Selbstständigkeit. So können sie sich nach den jeweiligen Bedingungen optimal organisieren. Frühkindliche Bildung ist für die FDP besonders wichtig. Wir wollen faire Chancen für jedes Kind von Anfang an. Deshalb wollen wir den verbindlichen Besuch einer Startklasse ab 5 Jahren, vor der ersten Klasse, mit klarem pädagogischem Auftrag. Frühe Sprachtests bilden die Voraussetzung, jedes Kind individuell zu fördern. Die chronische Unterfinanzierung der Bildung in Deutschland muss beendet werden. Nur ca. 4,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts werden in Deutschland aus öffentlichen Haushalten für Bildung und Ausbildung ausgegeben. Dies ist weit unter dem europäischen Durchschnitt von ca. 4,9 Prozent. Die FDP will Bildungsfinanzierung statt Kohlefinanzierung. Bildung in Deutschland muss wieder Spitze werden.

FDP im Deutschen Bundestag, Stichwort Bildung, Unsere Argumente von A bis Z.
04.07.2007

FDP Thüringen

Duales Ausbildungssystem

Die FDP Thüringen setzt sich für die Beibehaltung des hohen Standards in der Berufsausbildung ein. Das duale Ausbildungssystem in Deutschland findet weltweit große Anerkennung. Wir fordern darüber hinaus eine stärkere Verzahnung mit der Wirtschaft, um Berufsbilder und Lehrinhalte besser auf ihre Anforderungen zuschneiden zu können. Die Form der überbetrieblichen Berufsausbildung für Benachteiligte und Behinderte ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Ausbildungssystems.

Vgl.: Programm der FDP Thüringen zur Wahl des 4. Thüringer Landtages, Erfurt 2004, S. 15.
17.01.2007 Pressestelle

FDP Thüringen

Ausbildungsplatzabgabe

Die FDP Thüringen lehnt eine Ausbildungsplatzabgabe ab. Wir Liberale plädieren dafür, die allgemeinen Existenzbedingungen für die Betriebe und Unternehmen durch Bürokratieabbau und Steuersenkungen zu verbessern. Denn schließlich liegt es im ureigensten Interesse einer Firma, ihren Fortbestand durch Ausbildung von qualifiziertem Nachwuchs zu sichern. Angesichts der demographischen Entwicklung und des zu erwartenden Rückgangs von Schulabgängern ist eine solche Abgabe ohnehin zeitlich begrenzt. Die Verwaltungskosten für eine so kurzfristige Erscheinung sind zu hoch und letztlich überflüssig. Steuergelder können wahrlich sinnvoller verwendet werden.

Vgl.: Gerber, Dr. Horst, Presseveröffentlichung, Schröders Geschenk für Linke ist Bescherung für Unternehmen, 11. 11. 2003. Vgl.: Barth, Uwe, Presseveröffentlichung, Kommunen droht Kostenexplosion, 25. 3. 2004. Vgl.: Barth, Uwe, Presseveröffentlichung, Sonderbelastung nicht tragbar, 29. 4. 2004. Vgl.: Kurth, Patrick, Presseveröffentlichung, Ausbildungspakt ohne Wirtschaft, 24. 5. 2006.
17.01.2007 Pressestelle

FDP Thüringen

Grundsätze der Bildungspolitik

Die Thüringer FDP sieht die Bildung als ein zentrales Bürgerrecht, das vornehmlich die Lebenschancen junger Menschen, aber im Zuge des "lebenslangen Lernens" auch die gesellschaftliche Position aller anderen Generationen bestimmt. Bildung muss als ganzheitlicher Prozess gesehen werden, in dem der Staat sich darauf beschränken sollte, einen entsprechenden Ordnungsrahmen zu schaffen. Leitlinien liberaler Bildungspolitik sind Eigenverantwortung, Wahlfreiheit, Chancengerechtigkeit, Effizienz und die Bereitschaft zur Eigeninitiative. Um den Anforderungen der Globalisierung und den damit verbundenen Anforderungen in der Informations- und Wissensgesellschaft auf Dauer gerecht werden zu können, muss eine zeitnahe Neuorientierung des deutschen Bildungssystems erfolgen.
Die FDP Thüringen sieht die folgenden Punkte als elementare Bestandteile der Bildungspolitik:
• Mehr Autonomie für Bildungseinrichtungen und Bildungsträger, damit sich auch im Bildungswesen auf der Grundlage eines breit gefächerten Bildungsangebots der Wettbewerb stärker entfalten kann.
• Stärkung der Leistungsfähigkeit unserer Hochschulen durch ausreichende Finanzierung, Entlassung in die Autonomie und mehr Wettbewerb
• Verbesserung der Studierfähigkeit der Abiturienten durch Zurücknahme des Kurssystems, Zentralabitur in den Ländern und bundesweit einheitliche Anforderung an das Abitur
• Ein gegliedertes Schulsystem, in dem jede Schulart ein genau definiertes Bildungsziel besitzt. Die Lehrinhalte, Umfang der Lehre, Organisation und Schülerschaft sollen das jeweilige Bildungs- und Berufsziel widerspiegeln und darauf vorbereiten
• Profilierung bzw. Spezialausrichtungen der Schulen, zielorientierte und zeitsparende Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten
• Ausstattung der Lehranstalten mit modernen Unterrichtsmaterialien
• Stärkere Vermittlung von eigenverantwortlichem Handeln in Lehre und Studium
• Vereinheitlichung des Bildungssystem in Deutschland: Festlegung klarer Standards für alle Ebenen des Bildungssystems zwecks nationaler und internationaler Vergleichbarkeit von Abschlüssen und Zeugnissen bzw. zwecks problemloser Schulübergänge
• Stärkung der Leistungsfähigkeit unserer Hochschulen durch ausreichende Finanzierung, Entlassung in die Autonomie und mehr Wettbewerb
Die Bildung in Deutschland, so auch in Thüringen, ist chronisch unterfinanziert. Die Ausgaben aus öffentlichen Mitteln betragen bisher ca. 4,5% des Bruttoinlandproduktes. Dieser Wert liegt unter dem europäischen Durchschnitt und ist im Sinne einer deutlichen Qualitätsverbesserung dringend zu ändern
Bildung ist ein hohes individuelles und gesellschaftliches Gut. Es bildet die Voraussetzung für das selbstbestimmte Leben jedes Menschen und definiert durch seine Qualität die soziale Entwicklung eines Landes.
Die Welt, in der wir leben, unterliegt ständigen Veränderungen. Sie erfolgreich zu bestehen, erfordert Wissen und Fertigkeiten, die diesen neuen Situationen immer angepasst sind. Die Prinzipien der lebenslangen Wissensaneignung und der Möglichkeit geographischer Mobilität müssen als Grundelement im Bildungssystem verankert und systematisch ausgestaltet werden.
Die Entwicklung und Unterstützung individueller Stärken und Talente muss im Mittelpunkt der Bildungspolitik stehen. Um sie gezielt ausschöpfen zu können, müssen wir bereit sein, uns auf den Einzelnen zu konzentrieren, seine Fähigkeiten auszubauen und bedarfsgerecht einzusetzen.

Beschluss 20. Landesparteitag FDP Thüringen, Gera 2007
17.01.2007 Pressestelle
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